700.000 Euro für Irisch-Unterricht im Ausland

11.05.09

Der irische Staat stellt 700.000 Euro für den Irisch-Unterricht an ausländischen Universitäten zur Verfügung. Damit möchte Irland erreichen, dass mehr Menschen die keltische Sprache lernen.

Weltweit will die irische Regierung mehr als 40 Bildungseinrichtungen, die Irisch unterrichten, unterstützen. In Deutschland wird etwa die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität Mittel aus der irischen Staatskasse erhalten. Aber auch die Utrecht Universität in den Niederlanden oder die Karlov Universität in Prag erhalten Fördergelder. Die größte Summe von 231.000 Euro geht an die Fulbright Kommission, das offizielle kulturelle Austauschprogramm zwischen Irland und den USA. Die Kommission wird mit dem Geld Lehraufträge für Irisch-Dozenten vergeben.

Der Minister für Gemeinwesen, städtische und Gaeltacht-Angelegenheiten Eamon O Cuiv begründet die hohe Summe damit, dass Irisch durch dieses Förderprogramm einen ähnlichen Status wie andere europäische Sprachen erhalte. Zudem kämen viele Studenten, die die keltische Sprache im Ausland gelernt hätten, auch nach Irland, um ihre Sprachkenntnisse vor Ort zu vertiefen.

Bemühungen zum Erhalt der irischen Sprache

Der irische Staat bemüht sich sehr, Irisch lebendig zu halten. Auch die wenigen Familien, deren Kinder fließend Irisch sprechen, werden finanziell unterstützt. Regionen, in denen die ursprüngliche Sprache das Englische überwiegt, werden als Gaeltacht bezeichnet und befinden sich vor allem im Westen des Landes. Zur Erhaltung der Sprache wurde Irisch auch als Pflichtfach an allen Schulen der Republik eingeführt.

Die irische Sprache wird häufig auch als Gälisch bezeichnet, was besonders Iren nicht gerne hören.