Allied Irish streicht 2000 Stellen

15.04.2011

Die stark angeschlagene Allied Irish Banks will in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 2000 Stellen streichen. Grund sind Rekordverluste von ungefähr 10 Milliarden Euro im Jahr 2010. Das ist ungefähr das Vierfache des Verlustes von 2009.

Das Bankunternehmen, das insgesamt über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, will die meisten Stellenstreichungen auf freiwilliger Basis vornehmen und hofft damit die Krise, die die geplatzte Immobilienblase in Irland hinterlassen hat, überwunden zu haben. Im Zuge dieser wurde das einst florierende Kreditinstitut quasi vollkommen verstaatlicht und musste mit öffentlichen Kreditstützen seitens des irischen Staates und der Europäischen Zentralbank vor der Pleite bewahrt werden. Nach den Ende März veröffentlichten Ergebnissen des Stresstestes bestand weiterer Kapitalbedarf im Wert von insgesamt 24 Milliarden Euro.

In Zukunft will Irland den Bankensektor, der einen Großteil der wirtschaftlichen Schieflage des Landes verursacht hat, radikal verkleinern. Die Allied Irish Banks wäre dann eine von zwei verbleibenden großen irischen Staatsbanken. Inwieweit die Bank einer rosigeren Zukunft entgegenblickt ist momentan noch unklar. Das Vertrauen der Anleger ist derzeit schwer erschüttert: 2010 reduzierten sie ihre Anlagen von 74 auf 52 Mrd Euro.