Britische Armee beendet Nordirland-Einsatz

02.08.2007

Jahrzehntelang bekämpften sich Katholiken und Protestanten in Nordirland, nun ziehen die Briten ihre Streitkräfte nach 38 Jahren ab, ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität. Die nordirische Polizei ist nun allein verantwortlich für die Sicherheit der Bevölkerung.

Offiziell wurde der längste Einsatz in der Geschichte der britischen Streitkräfte am 31. Juli um Mitternacht Ortszeit (01.00 Uhr MESZ) beendet. Zwar verbleibt eine britische Garnison mit 5000 Mann in Nordirland, deren Aufgabe beschränkt sich jedoch auf Landesverteidigung und Auslandseinsätze.

Die „Operation Banner” hatte 1969 zur Unterstützung der Polizei bei den blutigen Kämpfen zwischen Protestanten und Katholiken begonnen. Im Laufe des Einsatzes wurden insgesamt 763 Soldaten durch Untergrundkämpfer getötet. Laut dem früheren Erzbischof der Kirche von Irland, Lord Eames, wäre eine politische Lösung des Nordirlandkonflikts ohne die Opfer der britischen Soldaten nicht möglich geworden.

Der Friedensprozess hatte 1998 mit dem Karfreitagsabkommen begonnen, seinen vorzeitigen Höhepunkt fand er im Mai dieses Jahres als Katholiken und Protestanten eine gemeinsame Provinzregierung bildeten. Seit 1969 sind mehr als 3500 Menschen dem Terror im Nordirlandkonflikt zum Opfer gefallen.


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