Der keltische Tiger hinkt
11.07.08
Die Bank of Ireland hat in ihrem neuesten Wirtschaftskommentar eine Arbeitslosenquote von 6% für das Ende des Jahres prognostiziert. Zudem sagt der Bericht vorher, dass das Bruttoinlandsprodukt-Wachstum dieses Jahr bei 0%, das Bruttosozialprodukt-Wachstum bei 0,6% liegen werde. Im nächsten Jahr soll das BIP und BSP 1,5% Wachstum erreichen.
Alles was in der irischen Wirtschaft hätte schief gehen können, sei schief gegangen, so der Chefökonom der Bank of Ireland Dan McLaughlin. Verantwortlich seien unter anderem die hohen Ölpreise, der Rückgang der irischen Börse, höhere Zinssätze, die Schwäche des Dollars und des Pfund Sterlings. Dies alle führe zu einem starken Rückgang der Wirtschaft und des Vertrauens der Verbraucher, so Dr. McLaughlin.
Der IKEA-Effekt
Hinzu hätte der Einzelhandel mit dem Problem zu kämpfen, dass die Iren in den ersten drei Monaten des Jahres 30% mehr außerhalb des Landes ausgeben hätten als zuvor. Dagegen seien die Einnahmen durch Touristen in Irland nur um 2% gestiegen. McLaughlin nennt dies den IKEA-Effekt, mit Verweis auf die neue Vorliebe der Bewohner der Republik, in Nordirland Möbel, Kleidung und Essen zu kaufen. Davon bezeugt auch die IKEA-Buslinie, die extra eingerichtet wurde.
Hinzu kommt, dass eine erhöhte Zahl an Unternehmen ihr Geschäft freiwillig aufgelöst hat. Das ist bei über 300 Unternehmen der Fall gewesen, 76% mehr als letztes Jahr. Die meisten dieser Unternehmen waren in der Baubranche angesiedelt. Aber auch in der Gastronomie hat es viele Geschäftaufgaben gegeben.

