Derry/Londonderry- Ein Konflikt prägt eine Stadt

Nordirland zweitgrößte Stadt hinter Belfast liegt am Südende des River Foyle dicht bei der Grenze zur Repulik Ulster. Ursprünglich trug die Stadt den Namen „City of Londonderry“, der ihr im Rahmen der Besiedlung durch englische Einwanderer verliehen wurde.
Vor dem Hintergrund des Nordirlandkonfliktes bekommt die Namensverwendung „Derry“ oder „Londonderry“ eine tragende Bedeutung. Von protestantischer Seite, die starken Bezug zu Großbritannien hat, wird meist auf die Verwendung des ursprünglichen Namens „Londonderry“ bestanden. Die irischstämmigen und nationalistischen Einwohner, meist Katholiken, bezeichnen die Stadt ausschließlich als „

„Troubles“ in Derry
Derry wurde traurigerweise durch die zahlreichen gewalttätigen Krawalle zwischen Katholiken und Protestanten im Rahmen des Nordirlandkonfliktes (engl.: „The Troubles“) bekannt. Den Höhepunkt bildete der weltbekannte „Bloody Sunday“, bei dem 1972 während einer Bürgerrechtsdemonstration insgesamt 13 Katholiken von britischen Soldaten niedergeschossen wurden.

Sehenswürdigkeiten in Derry
Besonders sehenswert in Derry ist die Altstadt mit der historischen Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert, die fast vollständig erhalten ist. Wer an der Geschichte der Stadt interessiert ist, sollte sich das 2006 neu eröffnete Tower-Museum nicht entgehen lassen. Weiterhin lockt das Foyle Valley Railway Centre mit einer Fahrt einer echten historischen Lokomotive  Das Bloody Sunday Monument erinnert mit Namen aller Opfer an die schrecklichen Ereignisse des 30. Januar 1972. Wichtige Kirchen der Stadt sind unter anderem die St. Columb’s Church sowie die St. Eugene’s Roman Catholic Cathedral.