Ehemalige Erzfeinde stellen in Nordirland gemeinsam Regierung
08.05.07
Am heutigen Dienstag wird die Regionalregierung, welche sich aus den lange verfeindeten Protestanten und Katholiken zusammensetzt, in Nordirland vereidigt. Ministerpräsident wird Ian Paisley, der Führer der protestantischen Partei DUP. Der ehemalige Kommandeur der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), Martin McGuinness, von der Katholiken-Partei Sinn Fein soll Paisleys Stellvertreter werden. Nordirland wird damit nach fünf Jahren britischer Zentralherrschaft wieder autonom.
Die heutige Vereidigung wird als historisches Ereignis gewertet. Der britische Premierminister Tony Blair und der irische Regierungschef Bertie Ahern werden eigens für die Zeremonie erwartet. Seit 1996 waren im so genannten Nordirlandkonflikt etwa 3500 Menschen ums Leben gekommen.


Am 2. August 2007 um 11:32 Uhr
[…] seinen vorzeitigen Höhepunkt fand er im Mai dieses Jahres als Katholiken und Protestanten eine gemeinsame Provinzregierung bildeten. Seit 1969 sind mehr als 3500 Menschen dem Terror im Nordirlandkonflikt zum Opfer […]
Am 12. März 2009 um 17:15 Uhr
[…] Politiker aller Parteien hatten die Taten scharf verurteilt. Auch Martin McGuinness, stellvertretender Ministerpräsident Nordirlands und ehemaliger IRA-Kommandant, bezeichnete die Täter als „Mörder, die den politischen Prozess in Nordirland, der den Menschen dient, unterbrechen und zerstören wollen”. Seine Partei Sinn Fein ist während des Bürgerkrieges in Nordirland der politische Flügel der IRA gewesen. Seit fast zwei Jahren stellt sie gemeinsam mit dem ehemaligen Erzfeind der protestantischen Partei DUP Nordirlands Regierung. […]