Erin Brockovich setzt sich gegen Pipeline in Irland ein
23.09.08
Der Verlauf der von Shell geplanten Gaspipeline ist in Irland stark umstritten. Nun hat sich auch die Umweltaktivistin Erin Brockovich in die Diskussion eingeschaltet.
Erin Brockovich ist besonders durch den gleichnamigen Film bekannt, in dem sie von Julia Roberts dargestellt wird. Die frühere Rechtsanwaltsgehilfin hatte erfolgreich ein US-Unternehmen für das Verschmutzen des Grundwassers in Hinkley, einer Kleinstadt in Kalifornien, verklagt.
Brockovich glaubt an baldige Lösung
In Irland will sie sich nun unter anderem dafür einsetzen, dass der Verlauf der Pipeline im County Mayo so geändert werde, dass die Gesundheit und das Eigentum der Anwohner nicht gefährdet seien. Führe die Pipeline über das Land von Familien oder durch Naturschutzgebiete, müsse das geändert werden, so Brockovich.
Im Zuge dessen führte sie bereits Gespräche mit dem irischen Umweltminister und Vorsitzenden der irischen Grünen, John Gormley. Nach dem Treffen gab sie sich optimistisch, dass es eine Lösung geben werde, die sowohl für Shell als auch für die Gegner der Pipeline zufriedenstellend sei. Gleichzeitig kritisierte sie jedoch auch das Vorgehen von Maura Harrington, die mit einem Hungerstreik eine Verlaufsänderung der Pipeline erzwingen wollte. Dies sei laut Brockovich nicht der beste Weg, eine Lösung zu finden. Harrington hat ihren Hungerstreik jedoch nach elf Tagen am Samstag abgebrochen. Das Schiff Solitaire hatte das irische Wasser verlassen, wie sie es gefordert hatte, wenn auch nur für eine Reparatur.
Die geplante Pipeline soll Erdgas von einem Offshore-Feld namens „Corrib” ins Landesinnere zu einer Raffinerie befördern. Die Gegner befürchten jedoch, dies könne große Gesundheitsprobleme für die dortige Bevölkerung mit sich bringen und verlangen daher, dass Shell eine Offshore-Raffinerie baut. Doch trotz der heftigen

