Filme über Irland: Cal

Vor dem Hintergrund des Nordirlandkonfliktes entwickelt der in Ardmore geborene Pat O`Connor 1984 dieses Drama mit Helen Mirren und John Lynch in den Hauptrollen. Das Drehbuch stammt von Bernard MacLaverty, der auch schon die Romanvorlage schrieb.

Handlung

John Lynch spielt den 19-Jährigen Cal, der im nordirischen Provinzort Ulster lebt und sich – weniger aus politischer Überzeugung denn aus Mangel an Alternativen – der IRA anschließt. Dort übernimmt er bei dem Mord an einem britischen Polizisten die Rolle des Fluchtwagenfahrers. Ein Jahr später lernt Cal Marcella (Helen Mirren), die Witwe des Ermordeten, kennen. Er möchte Wiedergutmachung leisten und beginnt, ohne seine Beteiligung am Tod ihres Mannes zu offenbaren, auf der Farm ihrer Familie zu arbeiten. Marcella, unglücklich gefangen in einem engen Familienkonstrukt, fühlt sich zum jüngeren Cal hingezogen und die beiden beginnen eine Affäre. Doch Cals Vergangenheit bei der IRA holt die beiden bald ein.

Hintergrund

Bis heute prägt der Nordirlandkonflikt die Seele des Landes und seiner Bewohner. Lange Zeit gab es kein Vor und kein Zurück, die Fronten waren verhärtet und jeder war gezwungen sich zu positionieren. So ergeht es im Film auch Cal, der letztlich keine Wahl hat. Es ist unmöglich sich herauszuhalten und die Umstände beeinflussen alles – das Leben, die Liebe und jede Entscheidung, die man trifft.

Auszeichnungen

1984 wurde Helen Mirren bei den Filmfestspielen in Cannes für ihre Leistung in „Cal“ als beste Schauspielerin geehrt.


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