Filme über Irland: Michael Collins

Michael CollinsDas Drama „Michael Collins” wurde 1996 in den USA und Irland unter der Regie von Neil Jordan gedreht. Die Hauptrollen wurden von dem gebürtigen Nordiren Liam Neeson und der US-Amerikanerin Julia Roberts übernommen.Michael Collins ist eine historische Person, er war Anführer des irischen Unabhängigkeitskrieges von 1919 bis 1923. Der Film gibt das Leben des irischen Politikers mit einigen historischen Ungenauigkeiten vom Osteraufstand 1916 bis zu seiner Ermordung im August 1922 wieder.

Historischer Hintergrund

Neben Eamon de Valera, dem Führer der irischen Befreiungsbewegung, war Collins die treibende Kraft im irischen Kampf nach Freiheit. Doch seine Figur ist bis heute in Irland äußerst umstritten, denn Collins gründete die IRA, um gegen die britischen Besatzer zu kämpfen. Terror und Attentate erachtete er dabei als legitime Mittel im Freiheitskampf. Zudem unterschrieb er 1921 mit den Briten einen Vertrag, der Irland bis zum heutigen Tag teilt.

Filmische Darstellung

Neil Jordan, wie Liam Neeson ein Ire, schrieb auch das Drehbuch zu seinem Historien-Epos. Er stellt Collins darin als Gegenspieler von de Valeras, gespielt von Alan Rickman, dar. Während Jordan de Valeras als verkommenen Machtmenschen darstellt, ist sein Michael Collins immer überzeugt: überzeugt von dem rücksichtlosen Einsatz von Gewalt, trotz der Menschenleben, und später von der Notwendigkeit des Friedens, trotz des hohen Preis von sechs Grafschaften der Ulster-Provinz.

(Bild: © 1996 Warner Bros. and Geffen Pictures)


Eine Reaktion zu “Filme über Irland: Michael Collins”

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