Filme über Irland: Rattle and Hum

„Rattle and Hum” ist ein Dokumentarfilm über die irische Band U2 und deren Tour zu ihrem Album „Joshua Tree”. Er wurde im Oktober 1988 das erste Mal in Dublin gezeigt.

Handlung

Die Rockumentary, wie Filme genannt werden, die die Geschichte einer Band dokumentarisch erzählen, zeigt die bekannte Rockband bei Live-Auftritten ihrer erfolgreichen „Joshua Tree”-Tournee durch die USA sowie bei Studioaufnahmen, bei denen sie mit verschiedenen amerikanischen Musikstilen experimentieren.

Der Großteil der schwarz-weißen Innenaufnahmen entstand bei einem Auftritt in Denver am 8. November 1987, während die bunten Außenaufnahmen bei einer Show in Tempe gefilmt wurden.

In einer Szene sieht man Bono, wie er „Rock and Roll Stops the Traffic” auf den Vaillancourt-Brunnen in San Francisco sprüht. Diese Aktion stieß auf heftige Proteste, letztendlich bezahlte die Band den Schaden und entschuldigte sich für den Vorfall.

Hintergrund und Kritik

Der Film war zunächst ausschließlich für Fans gedacht und sollte nur in wenigen ausgewählten Kinos gezeigt werden. Dann aber veranlasste der Vertriebspartner Paramount Pictures, dass der Film in einigen tausend Kinos gespielt wurde und ließ ihn dementsprechend bewerben. Nach den ersten erfolgreichen Wochen, gingen die Zuschauerzahlen gravierend zurück. Der Film wurde zu einem finanziellen Misserfolg für die Band.

Gitarrist The Edge sagte dazu: „,Rattle and Hum’ war als eine Art Notizbuch gedacht, eine Erinnerung an die Zeit in Amerika während der ,Joshua Tree’-Tour. Das veränderte sich als der Film, der anfangs als ein Low-Budget-Film geplant war, plötzlich zu einer großen Hollywood-Sache wurde. Das Album bekam dadurch eine andere Gewichtung. Es litt unter der riesigen Promotion und Publicity und die Leute haben abwehrend darauf reagiert.” Denn auch das gleichnamige Album fand keinen Anklang.

Bei Kritikern gilt „Rattle and Hum” jedoch als eines der besten Tourvideos.