Filme über Irland: Vertrauter Feind

„Vertrauter Feind” erschien unter dem Originaltitel „The Devil’s Own” 1997 in den USA. Regie führte Alan J. Pakula. Die beiden Hauptrollen wurden mit den US-amerikanischen Schauspielern Harrison Ford und Brat Pitt besetzt.

Handlung

Frankie McGuire, gespielt von Brad Pitt, ist ein junger IRA-Aktivist, der als Kind die Ermordung seines Vaters durch Protestanten erlebt hat. Er kann aus britischer Gefangenschaft fliehen und reist unter dem Namen Rory Devaney in die USA. Dort nimmt ihn der Polizist Tom O’Meara, dargestellt von Harrison Ford, bei sich und seiner Familie auf. McGuire versucht jedoch Waffen für den Kampf der IRA zu beschaffen. So zieht er O’Meara mit in den Kampf hinein.

Historischer Hintergrund und Kritik

Dem Film wurde nach seinem Erscheinen häufig vorgeworfen, er behandle den Nordirlandkonflikt sehr klischeehaft und oberflächlich, die eigentlichen und komplexen Ursachen für den Konflikt würden nicht angesprochen.

Ein möglicher Grund für diesen Eindruck könnte das Drehbuch sein, das während der Dreharbeiten sieben Mal umgeschrieben wurde. Brad Pitt selbst nannte den Film aus diesem Grund ein Desaster, das Skript, das er geliebt habe, sei am Ende verschwunden gewesen. Pitt wollte daher noch während der Dreharbeiten aus dem Film aussteigen, wurde jedoch gerichtlich daran gehindert. Auch finanziell war der „Vertraute Feind” eher enttäuschend: Die Kosten von 90 Millionen US-Dollar konnten zumindest in den US-Kinos nur zur Hälfte eingespielt werden.