Gründung von Bad Bank sorgt für Furore

21.09.2009

Laut Finanzminister Brian Lenihan gründet Irland, bisher einmalig in Europa, eine sogenannte Bad Bank, die den insolventen Banken des Landes riskante Kredite im Wert von insgesamt 77 Milliarden Euro abkaufen soll. Als Maßnahme gegen die Finanzkrise soll die staatliche Auffanggesellschaft mit dem Namen „National Asset Management Agency“ ungefähr 10.000 Darlehen übernehmen.

Dies ist allerdings mit hohen Kosten verbunden: Rund 54 Milliarden zahlt der Staat für die Immobilienkredite, das ist rund ein Drittel der Wirtschaftleistung des Landes. Die hohe Staatsverschuldung sorgte für enorme Proteste auf Seiten der Arbeitnehmer, die eine Steuererhöhung auf ihre Kosten befürchten. Positive Reaktionen rief die Gründung der NAMA auf Seiten der Aktionäre hervor: Der Kurs der Allied Irish Bank ging um 30 Prozent, der der Bank of Ireland um 11 Prozent in die Höhe.

Bereits Anfang des Jahres war ein Eingreifen seitens der Regierung notwendig um das irische Bankensystem zu stabilisieren. Durch die vollständige Verstaatlichung der in Korruption verwickelten Anglo Irish Bank konnte ein Zusammenbrechen der Geldinstitute gerade noch rechtzeitig abgewendet werden. Die Bad Bank soll nun letzter Schritt sein, um das Vertrauen der Investoren in die irischen Banken zurück zu gewinnen und die irische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.