Irische Datenschutzkommission überprüft Facebook

09.09.2011

Die irische Datenschutzbehörde kündigte nach einer Beschwerde einiger österreichischer Studenten an, der Kommunikationsplattform Facebook einen Hausbesuch abzustatten, bei dem 16 Anzeigen, die gegen europäisches Recht verstoßen sollen, einer genauen Prüfung unterzogen werden. Lediglich auf die Initiative der Studenten zurückzuführen ist der Hausbesuch allerdings nicht, die irische Datenschutzkommission plante ohnehin eine genaue Betriebsüberprüfung des Internetriesen.

Facebook untersteht eurpoäischen Datenschutzgesetz
Die Vorwürfe der Wiener Studenten beinhalten hauptsächlich Verstöße gegen das europäische Datenschutzrecht, dem Facebook, da es seinen europäischen Hauptsitz in Dublin angemeldet hat, untersteht. Unter anderem wird den Betreibern der Plattform vorgeworfen gelöschte Daten von Usern auf unbestimmte Zeit zu speichern oder Daten von Dritten zu sammeln, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Ein weiterer Angriffspunkt stellt die automatische Gesichtserkennung dar, mit Hilfe derer Gesichter auf Fotos gescannt, gespeichert und Usernamen zugeordnet werden.

Termin für Betriebsprüfung steht noch aus
Inwieweit die 16 Anzeigen gegen Facebook gerechtfertigt sind, wird sich erst nach der 4 bis 5- tägigen Untersuchung herausstellen. Ein genauer Termin für diese gibt es bislang noch nicht, eine Anfrage wurde aber bereits gestellt, so die Sprecherin der Irischen Datenschutzkommission Ciara O’Sullivan.