Irische Polizei vereitelt Mordanschlag gegen schwedischen Karikaturisten

12.03.2010

In Irland wurden 7 Verdächtige, die in Verbindung zu der Terrororganisation El Kaida stehen könnten, bei einer Razzia in den Bezirken Cork und Waterford festgenommen. Die insgesamt 4 Männer und 3 Frauen stehen unter Verdacht einen Mordkomplott gegen den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks geplant zu haben. Dieser hatte im Jahr 2007 in einer in Schweden veröffentlichten Karikatur den Propheten Mohammed in der Figur eines Hundes dargestellt. Die El Kaida setzte daraufhin angeblich eine Prämie von 100.000 Dollar auf die Ermordung des Karikaturisten aus.

Muslime stammen aus Marokko und Jemen

Die Tatverdächtigen, die nun eine Woche vernommen werden, bevor sie angeklagt oder freigelassen werden, sind nach Angaben der irischen Polizei zwischen 20 und 40 Jahren alt und sind aus Jemen und Marokka als Flüchtlinge nach Irland gekommen. Weiterhin wurde in den USA eine als „Dschihad Jane“ bekannte Frau festgenommen, die ebenfalls in Verdacht steht einen Mordanschlag auf Vilks vorbereitet zu haben. Inwieweit diese in Verbindung zu der muslimischen Gruppe aus Irland steht ist noch unklar.

Vilks bleibt standhaft
Sicher ist jedoch, dass die Mordpläne gegen Vilks auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden dürfen. Sein Kollege Westergaard wurde Anfang des Jahres Opfer eines Mordanschlags, dem er nur knapp entrinnen konnte. Ein aus Somalia stammender Angreifer bedrohte ihn mit einer Axt, bevor er von der Polizei kampfunfähig geschossen wurde. Vilks bleibt trotz dieses Vorfalls gelassen und will in seinem Haus in Südschweden wohnen bleiben. Die schwedischen Zeitungen stehen ebenfalls hinter dem Karikaturisten und druckten seine Mohammed Zeichnungen, unter Berufung auf die Verteidigung der Meinungsfreiheit, erneut ab.