Irland behält Bonitätsnote

30.04.2010

Irland ist, neben Portugal, Italien, Spanien und Griechenland, eines der Länder, das momentan am härtesten von der Bankenkrise betroffen ist. Das Staatsdefizit 2009 war mit 14,3 Prozent sogar höher als das von EU-Sorgenkind Griechenland, dessen Staatsverschuldung, so befürchten Experten, eine weitreichende Krisendynamik auslösen könnte. Die konjunkturell schwachen Mitgliedsstaaten, die betroffen sind, werden unter der Bezeichnung PIIGS zusammengefasst, was durch die Wortähnlichkeit mit dem englischen „Pig“ (deutsch: Schwein) einen negativen Beigeschmack bekommt.

Bonitätsnote “AA” bleibt bestehen

Nun kann die Insel allerdings erst einmal aufatmen. Die Ratingagentur “S&P” will Irlands Kreditbonität im Gegensatz zu derer Griechenlands, Portugals und Spaniens erst einmal nicht abstufen. Irland behält damit sein relativ gutes Ranking „AA“. Grund für diese Einstufung ist der strenge Sparkurs, den sich Irlands Regierung selbst auferlegt hat. Dieser betrifft vor allem die Sozialausgaben, das Gesundheitssystem und die Bezüge im öffentlichen Dienst, die um ca. 15 Prozent gekürzt worden sind. Geplant sind weitere Steuererhöhungen sowie das Anheben des Rentenalters von 65 auf 68 Jahre. Weiterhin sei Irlands Wirtschaft flexibler und erhole sich rascher von dem Wirtschaftsdebakel des vergangenen Jahres als andere gefährdete Länder.

Hoffnungen liegen auf Export und Informationstechnologien

Hoffnungen setzt Irland, laut Außenminister Martin, in den Export nach Großbritannien, Amerika und in die anderen europäischen Länder sowie in die internationalen Informationstechnologieunternhemen, dieihre Niederlassung inIrland haben.