Irland übernimmt EU-Ratsvorsitz

07.01.2013
Irland, das sich jüngst wieder als europäischer Musterschüler in Sachen Sparpolitik einen Namen machte, hat zum 01. Januar 2013 passenderweise den EU-Ratsvorsitz übernommen. Sechsmal war die kleine Insel bereits offizielle Spitze der Europäischen Union, nun will Irland, pünktlich zur 40-jährigen Mitgliedschaft in der EU, ein Zeichen für das krisengebeutelte Europa setzen.

Irlands Motto: „Stabilität, Jobs und Wachstum“

Die kommenden sechs Monate, in denen Irland über 1600 Sitzungen leiten wird, stehen unter dem Motto „Stabilität, Jobs und Wachstum“ mit dem die Insel für ein Bekämpfen der Finanzkrise eintritt, die derzeit besonders Länder wie Portugal, Spanien und Griechenland bedroht. Noch gar nicht lange ist es her, da war Irland selber noch absoluter Sorgenfall in der EU. Durch eine eiserne Sparpolitik und finanzielle Stützen seitens des europäischen Rettungsschirmes geht es nun  wieder bergauf mit der irischen Wirtschaft.

Irland setzt ein Zeichen für krisengebeuteltes Europa

Mit der EU-Rats-Übernahme haben die Iren nun die Chance, ihre Botschaft des Sparens und Überlebens an die anderen Eu-Staaten weiterzugeben und damit zu zeigen, wie ein Weg aus dem Haushaltsloch zu meistern ist. Ihre Botschaft beginnt schon im ganz Kleinen: Während der EU-Sitzungen werden Delegierte nicht wie üblich mit dem Limousinenservice von Tagung zu Tagung gebracht, sondern können bereitgestellte Fahrräder nutzen. Mit solchen und ähnlichen sinnvollen Einsparungen will Irland die Ausgaben für den EU-Ratsvorsitz auf 60 Millionen Euro begrenzen- das ist fast die Hälfte weniger als während der letzten Vorsitze ausgegeben wurde.