Irland von seiner Unabhängigkeit bis zum Wirtschaftswunder

Irland von seiner Unabhängigkeit bis zum Wirtschaftswunder

Kampf um Unabhängigkeit

Am 6. Dezember 1921 erreicht Irland nach einem langen, blutigen Kampf eine größere innenpolitische Unabhängigkeit von England. Allerdings bleiben sechs Grafschaften der Provinz Ulster immer noch Teil des Vereinigten Königreichs. Dies ändert sich auch nicht, als Irland am 18. April 1949 endlich vollkommene Unabhängigkeit von Großbritannien erreicht. Hier ist die Ursache für den Nordirlandkonflikt zu finden, der die irisch-britischen und innerbritischen Beziehungen bis heute überschattet. 1956 erschüttern die ersten Gewaltakte Nordirland, 1969 beginnen Protestanten mit Gewalttätigkeiten gegen Katholiken, britische Truppen werden in Nordirland verstärkt, die katholische Verteidigung wird von der IRA unterstützt. Auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren deutlich entspannt hat, gilt der Nordirlandkonflikt bis heute als ungelöst.

EG-Beitritt und Wirtschaftswunder

Wirtschaftlich war die Republik Irland lange Zeit sehr rückständig, die Wirtschaft stagnierte, die Inflationsraten stiegen. Das hat sich aber mit dem EG-Beitritt 1973 und den damit verbundenen Förderprogrammen zunächst langsam geändert. Seit Mitte der Neunziger Jahre erlebt Irland nun einen regelrechten Wirtschaftsboom, so wurde etwa das Wirtschaftswachstum 2003 mit 4,8 Prozent veranschlagt, weit über EU-Durchschnitt. Dieser Aufschwung hat Irland auch den Namen „keltischer Tiger” eingebracht, in Anlehnung an die „Tigerstaaten” Südostasiens.

(Bildquelle: stock.xchng)


2 Reaktionen zu “Irland von seiner Unabhängigkeit bis zum Wirtschaftswunder”

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