Irland will SMS-Steuer einführen

11.03.09

Nach Angaben der „Irish Times” planen die Iren die Einführung einer Steuer in der Höhe von einem Cent für jede versendete SMS.

Der irische Staat ist durch die Finanzkrise hart getroffen worden und nun auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Die SMS-Steuer soll jährlich 90 Millionen Euro in die Staatskassen spülen.

Bei dem irischen Mobilfunkverband löste das Gerücht natürlich Entrüstung aus. Es gäbe keinen Grund, ausgerechnet SMS mit einer extra Steuer zu belegen, so ein Sprecher. Zudem zahlten irische Handybenutzer ohnehin bereits 21,5 Prozent Mehrwertsteuer auf ihre Rechnung. Bisher ist jedoch noch unklar, ob die Mobilfunkanbieter die Mehrkosten an ihre Kunden weitergeben werden. Zu klären wäre dabei auch, wie es bei Kunden aussieht, die Verträge mit Frei-SMS haben.

Die SMS-Steuer ist nach der Fluggaststeuer, die zum 30. März fällig wird und für jeden aus Irland fliegenden Passagier zwei oder zehn Euro beträgt, eine weitere unpopuläre Entscheidung der irischen Regierung. Auch die Steuererhöhung und weitere Einschnitte im Bildungswesen und Gesundheitswesen haben in der irischen Bevölkerung für Empörung gesorgt.