Irlands Bonitätsnote erneut hinabgesetzt

10.12.2010
Die Ratingagentur Fitch setzte Irlands Kreditwürdigkeit um ganze drei Noten von A+ auf BBB+ zurück. Erst im Oktober war die Bonitätsnote von AA- auf A+ herabgesetzt worden. Grund für die erneute Abwertung seien die Kosten, die durch die Rettung des angeschlagenen irischen Bankensystems entständen.  Außerdem seien die wirtschaftlichen Wachstumschancen des Landes durch die derzeit verstärkte Finanzkrise stark eingeschränkt. Die Entscheidung der Ratingagentur bleibt für Iralnd nicht ohne Folgen:  die Zinsen, die das Land an Kreditgeber abtreten muss, werden deutlich höher werden, was die Refinanzierung des Schuldenhaushaltes aller Voraussicht nach enorm in die Höhe treiben wird.

Langfristiger Ausblick wird auf „stabil gesetzt“
Die Herabsetzung der Kreditwürdigkeit war trotz des Mittwochnacht abgesegneten radikalen Sparprogrammes der irischen Regierung nicht mehr aufzuhalten. Dieses zeigt allerdings trotzdem erste Wirkung: langfristig wurde das Rating für Irland auf stabil gesetzt. In der nächsten Zeit ist also eine weitere Abwertungunwahrscheinlich.