Lebensmittel in der Republik Irland ein Drittel teurer

27.06.08

Wer in der Republik Irland Lebensmittel einkauft, muss etwa ein Drittel mehr ausgeben als in Nordirland. Dies ergab eine Untersuchung der „National Consumer Agency” (NCA), die nationale Verbraucheragentur. Für die Studie untersuchte die Agentur die Preise der Supermärkte „Tesco”, „Dunnes Stores” und „Lidl” in beiden Teilen Irlands.

Besonders Markenartikel sind südlich der Grenze bis zu 31% teurer, für die Hausmarken der Supermärkte ist der Unterschied geringer. Die NCA erklärt sich dies mit dem mangelnden Wettbewerb unter den Supermärkten in der Republik.

In Nordirland bestehe ein größerer Wettbewerb unter den Supermärkten als in der Republik. Die Preisdifferenz für einen Einkaufswagen mit 22 identischen Teilen in „Tesco” und „Dunnes Store” betrug in 2,40€, während der Preis in der Republik in beiden Läden bei 78,53€ lag.

„Auch wenn die Verkäufer behaupten, der Handel in der Republik sei teurer, ist es doch interessant, dass die Preisdifferenz bei den Hausmarken weitaus geringer ist”, so Ann Fitzgerald, die Vorsitzende des NCA. Die Iren würden Markenware bevorzugen und Fitzgerald vermutet, dass sich die Verkäufer diese Vorliebe bezahlen ließen. Die verschiedenen Geschäftsmodelle und Kosten in den beiden Ländern könnten die unterschiedenen Preise nicht erklären, so Fitzgerald.