Lidl: Serverpanne legt geschützte Daten von Mitarbeitern offen

02.11.2009
Der Einkaufsdiscounter Lidl hat derzeit mit Problemen seiner irischen Tochterfirma zu kämpfen. Durch eine Computerpanne war ein wichtiger Zentralserver von Lidl Irland für einige Zeit ungeschützt einsehbar. Unbefugte hatten somit Zugriff auf sensible Daten wie Krankschreibungen oder Abmahnungen von Mitarbeitern sowie auf Einkaufsplanungen und Umsatzahlen des Unternehmens.

Besonders brisant ist, dass besagter Server anscheinend von einem ehemaligen Mitarbeiter kopiert wurde. Lidl forderte diesen dazu auf, die Festplatte mit über 200.000 Dokumenten der Staatsanwaltschaft zu übergeben.

Lidl war bereits 2008 heftig in die Kritik geraten, als das Unternehmen Mitarbeiter per Videokamera bespitzeln ließ und die Daten systematisch protokollierte. Es wurde ein Bußgeld von 1,5 Millionen erhoben.