Megalithanlage Newgrange

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Die Megalithanlage Newgrange gehört zu den eindrucksvollsten und meist besuchten Sehenswürdigkeiten der grünen Insel. Megalithe sind große behandelte oder unbehandelte Felsblöcke, die in Grabanlagen eingebaut oder vor solchen freistehend oder in Kreisen aufgerichtet wurden.

Lichtschauspiel zur Wintersonnenwende
In der Grafschaft Meath unweit von Dublin, liegt das im Durchmesser 70 Meter breite Hügelgrab Newgrange, das vor mehr als 4.000 Jahren entstanden ist. Die Anlage besteht aus einem 20 Meter langen Gang, der unter dem Hügel verläuft und in einer kreuzförmigen Grabkammer endet. Das sieben Meter hohe Gewölbe ist vor allem durch einen mystisch verzierten Altarblock und ein seltenes Lichtschauspiel bekannt, das nur eintritt, wenn um die Wintersonnenwende die Sonnenstrahlen für wenige Minuten durch den schmalen Eingang in Newgrange einfallen.

Touren in das Innere des Grabes sind nur nach vorheriger Anmeldung im Besucherzentrum der Anlage möglich. Aber auch wer das Hügelgrab nur von Außen betrachtet kommt auf seine Kosten. Um den Hügel herum wurde die ursprüngliche aus Granit und Quarzit bestehende Steinmauer größtenteils wieder rekonstruiert und bietet in Verbindung mit dem teilweise noch erhaltenen Steinring aus 12 riesigen Granitblöcken ein beeindruckendes Bild.

Genaue Bedeutung bisher ungeklärt
Megalithanlagen sind Zeugnisse der Jungsteinzeit und Bronzezeit und in ganz Irland weit verbreitet. Sie stehen eng mit lokalen Begräbnisriten in Verbindung über ihre genaue Bedeutung oder eine einheitliche Megalithkultur ist allerdings bisher wenig bekannt. Weitere berühmte Megalithanlagen sind die ganz in der Nähe anzufindenden Anlagen Dowth und Knowth sowie das Poulnabrone Dolmen im Burren im County Clare.

(Bildquelle: danielaineurope)