Mehr erwerbstätige Frauen in Irland

15.02.08

Bis 1999 konnten Ehepaare in Irland sich entweder getrennt oder gemeinsam zur Einkommenssteuer veranschlagen lassen. Dies sollte Mütter ermutigen, sich statt zu arbeiten der Erziehung ihrer Kinder zu widmen.

Seit 2000 hat die Regierung von Bertie Ahern das Steuerrecht nun schrittweise reformiert. Nun können nur noch Paare über 65 Jahren die Steuer gemeinsam veranschlagen. Die Kindererziehung und auch die Pflege älterer Leute werden mit Steuervorteilen anerkannt.

Frauen profitieren am meisten von den neuen Regelungen: Wessen Jahreseinkommen den Betrag von 5080 Euro nicht überschreitet und für mindestens eine abhängige Person sorgt, hat Anspruch auf den „Home Carer’s Tax Credit” von 900 Euro im Jahr.

Der Wandel von der gemeinsamen zur individuellen Besteuerung hat dazu geführt, dass „erheblich mehr verheiratete Frauen am Erwerbsleben teilnehmen”, so das Dubliner Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI. Dies hatte wiederum zu Folge, dass der Bedarf an Kinderbetreuung enorm gestiegen ist. Die Regierung reagierte darauf mit der Möglichkeit für Frauen, bis zu 1500 Euro im Jahr steuerfrei zu verdienen bei der Betreuung dreier Kinder im eigenen Haushalt.


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