Ranking Agentur Fitch senkt Irlands Bonitätsnote

22.10.2010

Ein höher als erwartet ausfallendes Haushaltsdefizit ist schuld an der Herabstufung der Ratingagentur Fitch. Dieses kommt zustande durch enorme Kosten, die Irland in die Bankenrettung investieren muss. Besonders betroffen ist die Anglo Irish Bank, die weitere 6 bis 11 Milliarden Euro braucht, um vor dem Bankrott bewahrt zu werden. Des Weiteren fällt das Wirtschaftswachstum in Irland niedriger aus als erwartet, so die irische Notenbank. Aufgrund dieser unsicheren Wirtschaftlage und mangelnder fiskalischer Konsolidierung setzte Fitch Irlands Bonitätsnote für Fremdwährungsanleihen sowie für Anleihen von AA- auf A+ herab.

Irlands Regierung will verstärkt einsparen
Wie sich die Bonitätseinstufung Irlands weiterhin entwickelt ist ungewiss. Eine weitere Abstufung ist möglich, solange Irland nicht sein Haushaltsdefizit in den Griff bekommt. Dieses will Irlands Regierung allerdings unbedingt vermeiden: das Haushaltsdefizit soll bis zum Jahre 2014 durch extreme Sparmaßnahmen bis zu unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes gedrückt werden. Setzt sich dieser politische Wille zum Umsetzung von Einsparungen fort und gibt es Anzeichen einer nachhaltigen Erholung der irischen Wirtschaft, könnte der Ausblick für die langfristigen Ratings auf stabil gesetzt werden. An den Kapitalmärkten sorgte die Herabstufung für einen sofortigen Anstieg der Risikoaufschläge für Investoren.