Stärkere Regulierung bei der Vergabe von Studentenvisa angekündigt

08.09.2014

Nachdem kürzlich aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Studentenvisa eine Reihe von Sprachschulen in Dublin und Cork geschlossen worden waren, kündigte die irische Regierung nun eine strengere Regulierung des internationalen Bildungssektors an.

Es hatte sich herausgestellt, dass einige Englisch-Sprachschulen unrechtmäßig Visa für angebliche Studenten beantragt hatten. Mit einem irischen Studentenvisum erhalten eingereiste Personen die Erlaubnis, während des Semesters in Teilzeit und während der Semesterferien in Vollzeit zu arbeiten. Die betroffenen Sprachschulen hatten diesen Umstand genutzt, um Personen, die nicht aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EEA) stammen, eine Arbeitserlaubnis zu beschaffen.

Der Bildungsminister Jan O’Sullivan und die Justizministerin Frances Fitzgerald erklärten, dass der neue Regulierungsplan im Januar 2015 in Kraft treten und in der Grundsatzerklärung ‚Regulatory Reform of the International Education Sector and the Student Immigration Regime‘ ausgewiesen werde. Er beinhalte diverse Maßnahmen, die dem Missbrauch von Studentenvisa vorbeugen sollen. Dazu gehören neben einem härteren Vorgehen gegen ebendiesen Missbrauch die stärkere Förderung seriöser Bildungsanbieter sowie der Schutz der Bildungsinteressen echter internationaler Studenten. Gleichzeitig soll eine höhere Standardisierung die Situation für Studenten und Arbeitgeber überschaubarer machen. Die Minister fügten hinzu: „Nur Programme, die die Akkreditierung entsprechender irischer Behörden haben und höheren Bildungssektoren wird es erlaubt sein, internationale Studenten zu rekrutieren.“ Von dieser Regel soll es nur wenige spezifische Ausnahmen geben.

O’Sullivan sagte: „Tausende von hochqualifizierten Studenten aus der ganzen Welt kommen nach Irland, um an unseren Universitäten, Technischen Hochschulen, Privatcolleges und Englisch-Sprachschulen zu studieren. Diese Studenten leisten einen signifikanten Beitrag für die Campusse und Communities im ganzen Land. Wir können nicht zulassen, dass unsere internationale Reputation beschädigt wird. Die Reformen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass nur solche Anbieter internationale Studenten anziehen, die die höchste Bildungsqualität anbieten können.“


Einen Kommentar schreiben