Straßenschlachten in Belfast

24.Juni 2011

Schwere Krawalle ereigneten sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in der Nordirischen Hauptstadt Belfast. Anhänger der protestantischen Miliz Ulster Volunteer Force (UVF) griffen die katholische Enklave Short Strand an, die sich inmitten des ansonsten stark protestantisch geprägten Osten Belfasts befindet.

Gewaltätige Straßenschlachten in den Straßen Belfasts
Nachdem Vermummte zunächst Steine und andere Gegenstände über die Mauern, die Short Strand von der Umgebung abschotten, warfen, rückte die nordirische Polizei an und die Situation eskalierte. Hunderte Jugendliche beteiligten sich an darauf folgenden gewalttätigen Straßenschlachten bei denen die Polizei Wasserwerfer und Gummigeschosse zur Verteidigung einsetzte. Mehrere Menschen wurden verletzt und ein Fotograf der Presseagentur Press Association sogar am Bein angeschossen.

Nordirlandkonflikt noch lange nicht vergessen
Die Ausschreitungen, die laut Polizei die heftigsten seit Jahren gewesen seien, sind trauriger Bewies für den immer noch akuten Konflikt zwischen der katholischen Republik Irland und der protestantischen Provinz Nordirland. Obwohl politisch Frieden geschlossen wurde,  sind Ausschreitungen zwischen Katholiken und Protestanten noch immer an der Tagesordnung. Besonders bedauernswert ist es, dass immer wieder wenige Extremisten den seitens der UVF 2007 beschlossenen Waffenstillstand durchbrechen und so den Weg zu einem tatsächlich friedlichen Irland behindern.