Wal stirbt vor irischer Küste
16.01.09
Verzweifelte Versuche einen gestern an der Westküste Irlands gestrandeten Wal zu retten, schlugen fehl. Der 18 Meter lange Finnwal starb gestern trotz des Einsatzes der britischen Seenotrettungsgesellschaft RNLI, einheimischen Fischern und der Irischen Wal & Delfin Gesellschaft. Sie versuchten vergeblich, den Wal zurück ins offene Meer zu bewegen.
Der Wal starb schließlich sechs Stunden nachdem er durch eine ungewöhnlich hohe Flut vor die Küste gelangt und schließlich auf einer Sandbank gestrandet war. Kurz vor 7 Uhr wurde er von Einheimischen gesichtet. Sie wurden auf ihn aufmerksam, als er verzweifelt versuchte, sich von der Sandbank fortzubewegen. Ein Augenzeuge berichtete: „Man sah sofort, dass er in Not war. Es war kaum Wasser um ihn herum und als die Flut fort war, hörte er auf, seine Schwanzflosse zu bewegen.”
Michael Hurley von der britischen Seenotrettungsgesellschaft sagte, man habe alles getan, um das Tier zu retten. Man habe darauf gehofft, dass die Flut wieder käme und man den Wal wieder ins offene Meer hätte bewegen können. Freiwillige Helfer besprühten ihn währenddessen mit Wasser, um ihn am Leben zu erhalten. Doch die Zeit und das Gewicht des riesigen Tiers verhinderten eine Rettung. Als die Flut schließlich wieder kam, war der Wal den körperlichen Anstrengungen erlegen.
Der Finnwal ist nach dem Blauwal das größte Säugetier der Welt, er kann bis 27 Meter lang werden. Zudem gehört er zu den bedrohten Tierarten. Vor der irischen Küste wurden bislang 60 Finnwale und zehn Buckelwale gezählt.

