Waterford Wedgwood: Irischer Porzellanhersteller ist pleite

09.01.09

Waterford Wedgwood, der irische Mutterkonzern von Rosenthal, hat seine Insolvenz angemeldet. Für das Geschäft in Irland und Großbritannien wurden Insolvenzverwalter benannt. Fünf Jahre lang hatte der Porzellanhersteller versucht, die Pleite durch neue Investoren zu verhindern, doch die Suche blieb erfolglos.

Nach Aussage des Vorstandsmitgliedes Redmond Donaghue hofft man nun darauf, dass sich der Hersteller Porzellan und Kristallglas durch die Insolvenz wieder erholt. Auch die Verluste für Angestellte und Pensionsempfänger sollen möglichst gering ausfallen. Vieles liege jetzt jedoch in den Händen des Insolvenzverwalters und an dem Umstand, ob man noch einen Käufer für den Konzern finden kann.

Waterford Wedgwood musste im vergangen Jahre einen Verlust von 233 Millionen Euro einstecken und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor. Der Umsatz ist auf 671 Millionen Euro gefallen, während die Schulen sich um 25% auf 531 Millionen Euro erhöht haben. Zuletzt hatte der Konzern als Folge der Finanzkrise schwere Umsatzeinbußen auf dem US-amerikanischen Markt verzeichnen müssen.

Das irische Traditionsunternehmen kann auf eine 250 Jahre lange Firmengeschichte verweisen. Der seit 1997 ebenfalls zum Konzern gehörende deutsche Porzellanhersteller Rosenthal ist nach eigenen Angaben nicht von der Insolvenz jedoch nicht betroffen.