Zinssenkung für wirtschaftlich angeschlagenes Irland

31. 03. 2011
Das wirtschaftlich angeschlagene Irland soll nun in Zukunft weniger Zinsen für die von der EU gewährten Kredite bezahlen. Das käme Regierungschef Kennys Forderungen nach Entlastung des ohnehin schon schwer angeschlagenen Staatshaushaltes entgegen. Allerdings dürfte das Einlenken seitens der EU an bestimmte Bedingungen gebunden sein. So wird sich Irland mit der extrem niedrigen Körperschaftssteuer auseinandersetzen müssen, mit der das Land im internationalen Wettbewerb ausländische Investoren anlocken möchte und die für Unmut unter den anderen Eu-Staaten sorgt.

Weiterhin scheint es, als werde die Europäische Zentralbank Irland langfristig finanziell unterstützen. Wie genau diese Unterstützung aussehen soll, wird sich nach den heute erscheinenden Stresstests abzeichnen, die Klarheit über die tatsächliche finanzielle Lage des Staates bringen sollen. Allem Anschein nach, sieht diese alles andere als rosig aus. Irland räumte ein, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ein weiterer Kapital-Bedarf der irischen Banken bestehe.

Die erwarteten Ergebnisse der Stresstests veranlassten die irische Regierung bereits, die Aktien der Bank of Ireland und der Allied Irish Banks vom Handel auszusetzen. Dies sei notwendig gewesen um unnötige Marktunruhen, ausgelöst durch vage Spekulationen, zu vermeiden. Für Beruhigung sorgte der Chef des EU-Rettungsschirm Klaus Regling, der das 85 Milliarden schwere Rettungspaket als ausreichend für die Stabilisation der irischen Banken ansah. Immerhin seien in diesem allein 35 Milliarden für die Sanierung des Bankenhaushaltes vorgesehen.