Kein Fußball für irische Soldaten in Tschad
08.05.09
Die irische Armee hat ihren in Afrika stationierten Soldaten verboten, Fußball oder Volleyball zu spielen. Die Begründung: Die Erde sei zu hart, die Verletzungsgefahr zu hoch.
Die UN-Soldaten sind im zentralafrikanischen Land Tschad stationiert, wo der Boden der Spielfelder so hart ist, dass Ballspielarten nun verboten sind. Die Verletzungsgefahr beim Hinfallen sei ungleich höher als im heimischen Irland, so Irlands Verteidigungsminister Willie O’Dea in Dublin. Ein irischer Soldat habe sich seines Wissens bereits beim Sport in Tschad schwer verletzt. Ingesamt seien 34 Soldaten vorzeitig in die irische Heimat zurückgekehrt, was Kosten in der Höhe von 60.000 Euro verursache habe, so O’Dea weiter. Der Kommandeur der Truppe gab daher den Befehl, alle sportlichen Tätigkeit sein zu lassen, die zu schweren Verletzungen führen könnten.
UN-Truppen in Tschad
Die 400 Mann starke 99. Infanterie-Bataillon unterstützt die UN-Truppen in Tschad. Seit 2008 helfen die Iren dabei, die Sicherheitslage und die humanitäre Situation in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land zu verbessern. Insgesamt befinden sich 3700 Soldaten aus 14 EU-Ländern in Tschad, Deutschland ist nicht dabei.

